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Quelle: Deutscher Zukunftspreis/Agentur Bildschön
Forschung
21.11.2025
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Ausgezeichnet

Deutscher Zukunftspreis verliehen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 19. November 2025 in Berlin drei Forscher der Robert Bosch GmbH in Stuttgart, Christoffer Uhr, Kai Weeber und Pierre Andrieu, mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet, dem Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation. Die Preisträger haben einen neuen Brennstoffzellen-Antrieb für schwere Lkw entwickelt, der emissionsfreien Fernverkehr ermöglicht. In der kompakten Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser und erzeugt dabei kontinuierlich elektrische Energie – eine robuste und alltagstaugliche Alternative zu dieselbetriebenen Antrieben im Schwerlastverkehr.

Der Kern der Innovation besteht in der konsequenten Ausrichtung auf die Anforderungen des Fernverkehrs: Das Brennstoffzellen-System wiegt rund vier Tonnen weniger als ein vergleichbares batterieelektrisches Antriebssystem – ein entscheidender Vorteil für die Wirtschaftlichkeit, da mehr Nutzlast transportiert werden kann. Zudem dauert das Betanken mit Wasserstoff nur wenige Minuten. Das Ergebnis ist ein leiser, emissionsfreier Antrieb, der sich für jede Langstrecke und auch klimatisch extreme Regionen eignet.

Der Bundespräsident würdigt mit dem Deutschen Zukunftspreis herausragende Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Wesentlich für die Entscheidung der Jury sind der wissenschaftlich-technische Innovationsgrad sowie das Potenzial, diese Leistung in zukunftsfähige Arbeitsplätze umzusetzen. Der Preis wurde zum 29. Mal vergeben und ist mit 250.000 Euro dotiert.

AIF im Kuratorium des Deutschen Zukunftspreises

Dipl.-Ing. Jens Jerzembeck, Geschäftsführer der DVS Forschung und Vorstand der AIF – Allianz für Industrie und Forschung e. V., vertrat die AIF bei der Verleihung. Er erklärt: „Innovationen entstehen in direkter Kooperation mit der Wirtschaft. Anwendungsnahe Forschung ist dabei ein wesentlicher Schlüssel für die Entwicklung zukunftsweisender, marktgerechter Produkte. Diesen unmittelbaren Forschungsdialog realisieren unsere AIF-Forschungsvereinigungen in direkter Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Forschungseinrichtungen technologieoffen und branchenübergreifend. Nicht zuletzt schafft eine globale, erfolgreiche Wirtschaft Arbeitsplätze und damit höhere Steuereinnahmen, die am Ende der gesamten Gesellschaft zugutekommen.“

Thomas Reiche, ebenfalls Vorstand der AIF und Geschäftsführer des Institutes für Baustoff-Forschung e. V. – FEhS, nahm an der Kuratoriumssitzung des Deutschen Zukunftspreises teil. Er ist Mitglied im Kuratorium, zu dem die Präsidentinnen und Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Leibniz-Gemeinschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft sowie weitere Vertreter von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gehören. „Die Industrieforschung und die entsprechende Ausstattung der Forschungsförderprogramme sind enorm wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft“, erklärt Reiche.

Das Kuratorium schlägt dem Bundespräsidenten die Mitglieder der Jury zur Berufung vor und legt die Zielrichtung für die Auswahlentscheidungen fest. Der Bundespräsident würdigt damit herausragende Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Bewerbungen für den Zukunftspreis 2026 über die AIF

Direkte Bewerbungen für den Deutschen Zukunftspreis sind nicht möglich. Die Forschenden und ihre Projekte werden über 17 ausgewählte Institutionen, darunter die AIF, vorgeschlagen.

Die AIF lädt ein, bis Ende November 2025 mögliche Kandidatinnen und Kandidaten und deren Forschungsprojekte für den Deutschen Zukunftspreis 2026 zu empfehlen. 

Hier finden Sie weitere detaillierte Informationen zur Bewerbung über die AIF.

Bild: Bundesforschungsmínisterin Dorothee Bär, Yve Fehring (Moderation), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Christoffer Uhr, Pierre Adrieu, Kai Weeber (v.l.)
 

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